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Partituren Austausch

Der Partiturenaustausch steht für eine Arbeitsmethode, die sich im Rahmen von Fernwärme 2005/2006 entwickelt und als Modell bewährt hat. Es fanden etwa alle zwei Monate in den Räumen vom "ausland" 6-9 stündige Arbeitstreffen statt. Es nahmen jeweils 6 - 12 Personen aus verschiedenen Bereichen teil (ChoreographInnen, KomponistInnen, PerformerInnen, RegisseurInnen, MusikerInnen, VideokünstlerInnen und "In-Betweens"). Die einzelnen TeilnehmerInnen brachten konkrete Partituren als Spielanweisungen mit, die von den Anwesenden interpretiert wurden. Im Zentrum des Interesses standen die vielfältigen Möglichkeiten der Notation und Vermittlung von Ideen und Konzepten im Bezug auf ihre performative Umsetzung. Der Wechsel der Perspektive, zwischen leitender und ausführender Position, löste dabei die hierarchischen Strukturen auf und brachte allen TeilnehmerInnen wertvolle Erfahrungen für die Verbesserung der Kommunikation. Die Vorschläge und Konzepte, die im Rahmen des Partiturenaustausches getestet und bearbeitet wurden, standen oft im Zusammenhang mit aktuellen oder geplanten Projekten der Beteiligten. Es sind also oft unfertige noch unveröffentlichte Arbeiten mit offenen Fragen, die eine Vertrauensbasis voraussetzen. Um dem komplexen Thema der Autorschaft in einer adäquaten Form zu begegnen, haben sich die Beteiligten auf folgende Regeln geeinigt:


1) Jede, die Vorschläge, Ideen und Konzepte (also Material) in den Partiturenaustausch einbringt, soll vor der Vorstellung des Materials mitteilen, ob, und unter welchen Bedingungen dieses Material von anderen verwendet, verändert oder weitergereicht werden darf. (Beispiele für offene "Lizenzen" gibt es hier: http://de.creativecommons.org/cc_erlauterung.html )
2) Grundsätzlich gilt, das im Partiturenaustausch vorgestellte Materialien nicht den Raum verlassen, es sei denn die Autor/innen haben dem explizit zugestimmt.
3) Künstlerische Produkte, an denen im Partiturenaustausch gearbeitet wurde, sollen bei Veröffentlichung ein Logo des Partiturenaustausches tragen.
4) Alle, die für ein Projekt im Rahmen des Partiturenaustausches experimentiert haben, werden gebeten, nach der ersten Aufführung einen kurzen Bericht über die Weiterentwicklung des Projektes zu schreiben, der in der Fernwärme-Zeitung veröffentlicht wird. Dies gilt besonders für Produkte/Ergebnisse, die den Teilnehmerinnen vom Partiturenaustausch nicht in fertiger Form gezeigt werden können (z.B. weil nicht in Berlin aufgeführt).
Bisherige TeilnehmerInnen beim Partiturenaustausch:
Isabelle Spengler, Antonia Baehr, Barbara Loreck, Conrad Noack, Petra Sabisch, Nicolas Galeazzi, Steffi Weismann, Rut Waldeyer, Antje Meichsner, Andrea Neumann, Lindy Annis, Antje Vowinckel, Annette Krebs, Martina Couturier, Fernanda Farah, Siegmar Zacharias, Lito Walkey