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Fernwärme (n.f.)
Sie kommt von irgendwo her und ihr Verlauf ist unterirdisch. Zumindest solange bis sie angezapft wird. Dann steigt sie auf, und manchmal wirds dabei wohlig warm oder gar heiss. Ungeklärt ist ihre Herkunft, doch wird ihr nachgesagt, sie käme aus dem Osten (Russland oder so). Es scheint dabei auf die Perspektive anzukommen. Entscheidend ist ihre Energie. Wenngleich unsichtbar, geht diese Energie nie verloren, sie verwandelt sich. Und im Moment ihrer Verwandlung erscheint sie als das, was sie dann gerade ist. Dieser Moment eines Potentials kann nicht im Vorhinein in einem Format, einem Medium, einer Zeitspanne festgelegt werden. Fernwärme ist kein utopisches Projekt, welches die Realisierung von Ideen anstrebt. Stattdessen ist Fernwärme das Produkt eines Zusammentreffens von Energie und ihrer Nutzung. Nicht mehr und nicht weniger als ein konkret gestalteter Augenblick, welcher sich durch das bestimmt, was ihn zusammensetzt. Und da es diese Fernwärme weder in einem originären, noch in einem puren Zustand gibt, hat sie kein eigenes Territoire : Sie ist immer schon Ausland. Weshalb sollte sie also woanders stattfinden?
Die derzeitige Nutzungscrew der Fernwärme besteht aus Antonia Baehr, Barbara Loreck, Ulrike Melzwig, Conrad Noack, Petra Sabisch, Rut Waldeyer und Steffi Weismann, und kann gerne von anderen Nutzenden angezapft werden. (Petra Sabisch 2005)

 

 
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