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Steffi Weismann: Neue Projekte 2006/07

 


   

 

 

 

le vol

audiovisuelle Performance in drei Teilen
von Steffi Weismann und Annette Krebs

LEM Festival Barcelona, Oct. 2006
tesla im Podewils'schen Palais Berlin, Sept 2007
Dauer 50 minutes


Mit dem Projekt "le vol" (franz. der Diebstahl, der Flug) beleuchten Annette Krebs und Steffi Weismann die Eigentumsfrage aus ungewöhnlichen Perspektiven. In Form einer dreiteiligen Live-Performance konstruieren sie aus Klang-, Bild- und Textelementen eine intermediale Arbeit, die einen Bogen vom Warenhausdiebstahl bis zum Umgang mit dem Diebstahl geistigen Eigentums spannt. In jedem der drei Teile wird ein thematischer Fokus gesetzt, den die beiden KünstlerInnen in verschiedenen akustisch-visuellen Interaktionen herausarbeiten. Während das Verhältnis von bewegten Bildern und Klängen im ersten Teil im Zentrum steht, bilden im zweiten Teil performative Aktionen mit Soundobjekten und im dritten Teil die Kombination von Sprache mit Textprojektionen den formalen Schwerpunkt.
Charakteristisch sind die Wechsel von der konkreten zur abstrakten Bild- und Tonsprache. Mehrere Ebenen aus digital und analog produziertem Bild- und Tonmaterial, sowie verschiedene Stimmen, Texte und Sprachen bilden dabei ein komplexes Bezugssystem. Die beiden Künstlerinnen wechseln unvermittelt ihre Rollen als Musikerinnen, Performerinnen, Videokünstlerinnen, Autorinnen und Komponistinnen, und präsentieren mit “le vol” das aussergewöhnliche Ergebnis eines intensiven gemeinsamen Arbeitsprozesses.

Demo-Video:
le vol 1 (6 min.) >

 

 

 

Johannesburg Interventionen

KIN:BE:JOZI - Kunst Projekt
Residenz vom 9. Mai– 16. Juni 2007 im August House, End Street, Johannesburg, Südafrika
Projektleitung: Dorothee Kreutzfeld
teilnhmende Künstler: Athi Patra Ruga & Anthea Moys (Südafrika), Raphael Urweider & Steffi Weismann (Schweiz) and Kura Shomali & Vitshois Mwilambwe (Demokratische Republik Kongo)
in Zusammenarbeit mit: Joca (João Paulo), Tashika (Mandla), Xtra (Mdlulu) und Luvuyo Gope von der Drill Hall, Jules Batale, Emeka Owe, George Khumalo, Nadine Hutton, Christopher Patra und James Dylan Happe
Presentationen: Drill Hall & George’s Boxing Club Hillbrow
Ausstellung & Performances: August House, New Doornfontein
gefördert vom Französischen Institut Südafrika, Pro Helvetia Schweiz and Cape Town, dem National Arts Council, der Französischen Botschaft in Kinshasa und der Stadt Bern

Die Projektidee: Eine Gruppe von Künstlern aus drei Städten treffen aufeinander und entwickeln in jeder Stadt einen Dialog in Bezug auf die jeweilige Stadt: Kinshasa - Bern - Johannesburg. Jede Stadt manifestiert ihre eigene urbane Realität. Die Idee war, eine Art Reisedialog zu entwickeln, der aus der Teilnahme der Künstler, den geografischen Distanzen und spezifischen Momenten im Alltagsleben entstehen würde. "Jozi" war der dritte und letzte Teil des Projekts.

Steffi Weismann arbeitete mit Luvujo Gope an Dialogen, die ihre Muttersprachen Schweizerdeutsch und Xhosa auf zufällige Weise miteinander "verlinkten". Die Zusammenarbeit führte zu der Musikperformance "Bula - Boele". Eine weitere Kollaboration entstand mit Anthea Moys und João Paulo in George's Boxing Club Hillbrow. Die regelmässige Teilnahme beim Boxtraining und Experimente mit etwas veränderten Spielregeln wurde zum Basismaterial für drei Musikvideos (u.a. "Title")
Video title (2 min.) >


Als Solo Aktion im öffentlichen Raum realisierte Steffi Weismann einen "Car Event":
"Am Samstagnachmittag, 2. Juni ging ich in der Innenstadt von Johannesburg mit meinem neuen selbstgebauten Landrover spazieren. Die Dominanz der Autos fiel mir vom ersten Tag meines Aufenthaltes an auf. Und die Tatsache, daß die weisse Bevölkerung nicht zu Fuss auf die Strasse geht sondern fast ausschliesslich im Auto unterwegs ist, brachte mich auf die Idee, eine Aktion mit diesem Bild zu entwerfen. Es ist ein persönlicher Kommentar zum Thema Sicherheit, Kriminalität und Angst in der sehr angespannten Situation von Johannesburgs Innenstadt.
Ich war neugierig auf die Reaktionen, und ich bekam viele! Die meisten waren sehr spontan und spielerisch. Manche Leute fragten mich, ob sie mit meinem Auto mitfahren können oder wieviel mein Landrover kostet. Viele sagten: „Schönes Auto!“ und lachten. Alles in allem war es eine humorvolle Interaktion und ich war glücklich, auf diese Weise mit den Leuten in Kontakt gekommen zu sein."
Video
car event (4 min.) >