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j a   e s   i s t   p l ö t z l i c h   w ä r m e r   g e w o r d e n

11. - 13. Juli 2003
Staatsbank Französische Strasse 35, Berlin-Mitte

mit Boris Baltschun (Elektronik), Alessandro Bosetti (Soprano Sax), Axel Dörner (Trompete), Fernanda Farah (Stimme), Henrik Kairies (Stimme), Jo Stone (Stimme), Michael Hirsch (Stimme) Robin Hayward (Tuba)

Steffi Weismann und Christian Kesten (Konzeption/Regie)
Christian Kesten (Komposition), Steffi Weismann (Bühne/Video), Gunnar Brandt (Ton), Dorothee Scheiffarth (Kostüme), Rainer Grönhagen (Licht) Sabine Spillecke (Produktionsleitung)

gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds
eine Koproduktion von staatsbankberlin und Fernwärme
mit freundlicher Unterstützung: die tageszeitung

 

Alltägliche Kommunikation beginnt oder endet oft mit einem Satz über das Wetter. Diese sprachlichen Artikulationen, die das Bedürfnis widerspiegeln, sich von einem Gegenüber die eigene Wahrnehmung bestätigen zu lassen, werden mit musikalischen und visuellen Mitteln aufgegriffen, unterwandert oder abstrahiert.

Steffi Weismann hat für „ja es ist plötzlich wärmer geworden“ einen kleinen durchsichtigen Innenraum geschaffen –ein Haus mit Plexiglaswänden– in dem Wetter künstlich hergestellt und mittels Videoprojektionen und Lautsprecher in den Umraum, in dem sich das Publikum befindet, "transportiert" werden kann. Sieben Musiker und Performer agieren sowohl im Haus als auch im Außenraum. Durch minimale und manchmal sprunghafte Veränderungen werden ständig neue Bezüge zwischen dem was wir sehen, hören, fühlen und denken geschaffen.


Die Partitur von Christian Kesten ermöglicht eine offene Spielstruktur, die von den Mitwirkenden aktiv gestaltet werden kann. Spielregeln dienen dazu, Prozesse freizusetzen. Aktuelle Wetterprognosediagramme werden als graphische Notationen gelesen; mit Musikern und Performern aufgezeichnete Diskussionen über die Beeinflussbarkeit des Wetters sind Ausgangspunkt für komponiertes Sprechen zwischen alltäglichen Dialogen und ins rein Klangliche kippenden Sprachkompositionen.